Als Handwerker mehr Aufträge bekommen: 7 Wege, die wirklich funktionieren

Lesezeit: 3 Minuten

Das Auftragsbuch ist nicht voll – oder du willst endlich selbst wählen können, welche Jobs du annimmst?

Viele Handwerker warten darauf, dass Aufträge von allein kommen. Das funktioniert manchmal – aber nicht planbar. Wer sein Geschäft wirklich aufbauen will, braucht eine Strategie.

Hier sind 7 Wege, mit denen du planbar mehr Aufträge bekommst. Einer davon wirkt sofort.

Weg 1: Auftragsvermittlung – deine schnellste Lösung

Du willst keine Monate warten, bis Google dich findet oder Empfehlungen ankommen?

Dann ist ein Auftragsvermittler dein direktester Weg. Du registrierst dich einmal, gibst dein Gewerk und deine Region an – und bekommst passende Kundenanfragen direkt in dein Postfach.

Was das bringt:

– Kunden suchen aktiv – du musst nicht kalt akquirieren
– Passende Anfragen für dein Gewerk und deine Region
– Erste Anfragen oft noch am ersten Tag
– Ideal für Neugründer und Bestandsbetriebe



Weg 2: Google-Profil optimieren – kostenlos, aber wirkungsvoll

Wenn jemand in deiner Stadt „Elektriker“ oder „Fliesenleger“ tippt, erscheinen oben die Google-Unternehmensprofile. Wer dort nicht auftaucht, existiert für viele Kunden schlicht nicht.

Das Profil ist kostenlos – und du brauchst keine Website dafür.

Das musst du erledigen:

– Adresse, Telefon und Öffnungszeiten vollständig ausfüllen
– Dein Gewerk und deine Leistungen eintragen (Google nutzt das für die Suche)
– Mindestens 5 Fotos hochladen: Baustelle, fertiges Ergebnis, Team
– Aktiv um Bewertungen bitten – jede zählt
– Auf alle Bewertungen antworten, auch auf schlechte

Tipp: Bitte zufriedene Kunden direkt nach Abschluss: „Würden Sie uns kurz bei Google bewerten? Es hilft uns sehr.“ Ein WhatsApp-Link zum Profil reicht.


Weg 3: Empfehlungen aktiv steuern – nicht nur drauf warten

Empfehlungen kommen nicht von allein – zumindest nicht planbar. Du kannst sie aber aktiv anstoßen.

So geht’s:

1. Direkt fragen: „Kennen Sie jemanden, der auch einen Handwerker braucht?“
2. Prämie anbieten: 50–100 € Nachlass bei einem Folgeauftrag für jede erfolgreiche Empfehlung
3. Visitenkarten doppelt mitgeben: Eine für den Kunden, eine zum Weitergeben
4. Abschlussfoto aufs Handy: Schick dem Kunden ein Vorher-Nachher-Bild – er teilt es selbst weiter

Merke: Wer aktiv fragt, bekommt dreimal mehr Empfehlungen als wer passiv wartet. Einfach nachfragen ist die günstigste Marketingmaßnahme, die du hast.


Weg 4: Instagram & Facebook – zeig, was du kannst

Social Media klingt nach Aufwand – ist aber einfacher als du denkst. Du musst kein Content-Creator sein. Zeig einfach deine Arbeit.

Was gut funktioniert:

– Vorher-Nachher-Bilder (werden am häufigsten geteilt und gespeichert)
– Kurze Reels oder Stories von der Baustelle
– Kundenstimmen als Screenshot oder Zitat
– Offene Fragen an deine Follower: „Was ist das häufigste Problem mit euren Heizungen?“

Wichtig: Konsistenz schlägt Perfektion. Zweimal pro Woche ein gutes Foto ist besser als einmal im Monat ein perfekter Post.

Zeitersparnis: Mach auf der Baustelle ein Foto mit dem Handy, aber halte unbedingt den Datenschutz ein. Die Caption schreibt dir eine KI in 30 Sekunden. So kostet ein Post keine 5 Minuten.


Weg 5: Website – klein, aber vollständig

Du brauchst keine aufwändige Website – aber eine einfache sollte es sein. Kunden, die dich googeln, müssen schnell finden, was sie suchen.

Das Mindeste, das drauf sein muss:

– Dein Gewerk und deine Region (für Google wichtig)
– Telefonnummer gut sichtbar auf der Startseite
– 3–5 Fotos deiner Arbeiten
– Ein paar Kundenbewertungen
– Impressum und Datenschutz (gesetzliche Pflicht)

Einfache Websites bekommst du für unter 10 € im Monat. Oder du fragst bei deiner Handwerkskammer nach – viele bieten Förderangebote für digitale Erstausstattung.


Weg 6: Stammkunden reaktivieren – dein unterschätzter Hebel

Wer hat dir schon mal einen Auftrag gegeben und war zufrieden? Genau diese Leute sind deine wertvollsten Leads – weil sie dich kennen und dir vertrauen.

So reaktivierst du sie:

– Ruf einfach an oder schreib eine kurze WhatsApp: „Alles noch in Ordnung bei Ihnen?“
– Erinnere sie an Wartungsintervalle (Heizung, Dach, Elektrik)
– Informiere über neue Leistungen, die du anbietest
– Saisonale Anlässe nutzen: vor dem Winter, vor dem Sommer

Merke: Ein bestehender Kunde kostet dich fünfmal weniger Aufwand als ein neuer. Ruf erst die alten an, bevor du neue suchst.

Weg 7: Lokales Netzwerk – Aufträge von anderen Betrieben

Andere Handwerker sind keine Konkurrenz – sie sind potenzielle Auftraggeber.

Ein Elektriker braucht manchmal einen Trockenbauer. Ein Maler empfiehlt den Bodenleger. Ein Sanitärbetrieb schickt dir Fensteraufträge weiter. Das funktioniert – wenn man sich kennt.

Wo du anfangen kannst:

– Innungsveranstaltungen deiner Handwerkskammer
– Lokale Unternehmerfrühstücke und Netzwerktreffen
– WhatsApp-Gruppen für Handwerker in deiner Region
– Architekturbüros und Bauleiter direkt ansprechen (liefern Großaufträge)

Gebe aktiv deine Visitenkarte weiter und sage klar, was du machst und wo du arbeitest. Wer im Kopf anderer präsent ist, bekommt Empfehlungen.


Fazit: So startest du jetzt

Du musst nicht alle 7 Wege gleichzeitig umsetzen. Fang mit dem an, der am schnellsten wirkt.

Was Wann wirkt esAufwand
Auftragsvermittlung (Blauarbeit.de) Sofort – noch heuteGering
Google-Profil optimierenIn 1–2 WochenEinmalig, ca. 1 Stunde
Stammkunden reaktivieren SofortSehr gering
Empfehlungen anfragenAb nächstem AuftragKein Aufwand
Social MediaAb 4–8 Wochen2× pro Woche, 5 Min.
WebsiteAb 2–3 MonatenEinmalig
Netzwerk aufbauenAb 3–6 MonatenMittel

Der Markt wird nicht schlechter – er wird nur anspruchsvoller. Wer planbar Anfragen hat, kann sich die besten Aufträge herauspicken.

Auf der Suche nach Aufträgen?

Blauarbeit.de bringt dich mit Kunden in deiner Region zusammen – schnell, einfach und ohne lange Wartezeit.


Weitere Marketing-Tipps findest du hier.

Nach oben scrollen